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Ganz im Sinne der Verkehrswacht Bad Mergentheim
Endlich bundesweit „Begleitetes Fahren ab 17“
Unfallzahlen in allen Bereichen rückläufig / Bericht einer 17-Jährigen
Es hat lange gedauert, aber nach jetzt 6Jahren modellhafter Prüfung in einzelnen Bundesländern (auch in BW) lag folgendes übereinstimmendes Ergebnis vor:
„Begleitetes Fahren hat eindeutig positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Es verbessert die Fahrkompetenz der Fahranfänger erheblich; u.a. 22 Prozent weniger Unfälle und 20 Prozent weniger Verkehrsverstöße.“
Ab Jahresbeginn 2011 können nun überall im Bundesgebiet junge Leute schon ab 17 Jahren einen Führerschein für Autos erwerben und dann in Begleitung einer zuverlässigen Person, ein Jahr früher als sonst üblich, selbst fahren.
Die Verkehrswacht Bad Mergentheim, die sich von Anfang an für das „Begleitete Fahren ab 17“ stark gemacht hat, begrüßt diese jetzt erfolgte Änderung des Straßenverkehrsgesetzes.
Eine junge Fahrerin, die seit Juni vergangenen Jahres im Besitz der Fahrerlaubnis für begleitetes Fahren ist, berichtet:
“Hallo, mein Name ist Melina Gundacker; ich bin 17 Jahre alt und das jüngste Mitglied der Verkehrswacht Bad Mergentheim mit Autoführerschein. Weil ich immer wieder gefragt werde, hier mein Bericht über meine persönlichen Erfahrungen mit dem neuen Führerschein ab 17: Um die Fahrerlaubnis „Begleitetes Fahren mit 17“ zu erhalten, kamen auf mich keine zusätzlichen Kosten oder sonstiges zu. Wie beim normalen Führerschein auch, musste ich ein Passbild abgeben, einen Sehtest nachweisen und eine Bescheinigung über einen Erste-Hilfe-Kurs vorlegen. Auch meine Fahrstunden, die 3 Monate vor meinem 17. Geburtstag begannen, mussten nicht mehr sein, als bei einer „normalen“ Fahrausbildung auch. Nur der Antrag wandte sich ein wenig von dem des üblichen Führerscheins ab. Gesetzlich vorgeschrieben ist, bis zu 5 Begleitpersonen können benannt werden. Die Personen müssen alle über 30 Jahre alt sein und schon länger als 5 Jahre einen Führerschein besitzen.
Ich habe mich für 3 Personen entschieden, von denen ich wusste, dass ich mit ihnen oft die Möglichkeit haben werde, selbst zu fahren: Mein Vater ist weite Strecken mit seinem großen Mercedes-Kombi, der ein Automatikgetriebe hat, unterwegs. So hatte ich die Gelegenheit, schon viele Kilometer auf der Autobahn und im Großstadtverkehr zurück zu legen, und ich habe mich von Anfang an daran gewöhnt, auch ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe zu steuern.
Zusätzlich habe ich In meinen Führerschein noch zwei weitere Personen eintragen lassen, von denen ich wusste, dass sie mich auch gerne ans Steuer ihrer unterschiedlichen Autos lassen werden: Ein Mittelklassewagen mit Schaltgetriebe und einen Geländewagen mit zuschaltbarem Allradantrieb und Geländeuntersetzung. So konnte ich mich jetzt schon ständig an verschiedene Autos gewöhnen und komme auch immer wieder in unterschiedliche Verkehrssituationen: Langstrecken mit Autobahn, Großstadtverkehr, Landstraßen und normaler Stadtverkehr, Fahrten durch den Wald, unwegsames Gelände.
Meine bisherige Fahrerlaubnis, auf der meine Begleitpersonen vermerkt sind, wird, wenn ich in enigen Monaten das 18.Lebensjahr vollende, ohne Aufwand meinerseits in den „richtigen“ Führerschein umgewandelt.
Mein Fazit: Ich bin sehr von dem „Führerschein mit 17“ überzeugt, weil man als Anfänger doch gerne mal Fehler macht und man sich einfach sicherer fühlt, wenn jemand mit Erfahrung auf dem Beifahrersitz sitzt und gute Tipps geben kann. Mit 18 dann, wenn das begleitete Fahren zu Ende ist, werde ich beruhigt ins Auto einsteigen und ohne mulmiges Gefühl starten.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit empfehle ich allen Führerscheinanwärtern, sich für das begleitete Fahren ab 17 zu entscheiden.
Übrigens: Meine derzeitige Fahrerlaubnis schließt jetzt schon die Führerscheinklassen M (Kleinkrafträder), L ( Kleiner Bulldog) und S ( Quads, Trikes) ein.â€
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